St. Peter-Ording

St. Peter-Ording - Strand

Als (Ostsee) Fischkopp treibe ich mich ja eigentlich nicht so weit westlich rum. Gereizt hatte es mich aber schon immer mal, Strandabschnitte von der Nordsee wie St. Peter-Ording kennen zu lernen. Umso schöner, dass das mal geklappt hat, denn Katja – @kohlori – hatte uns eingeladen.

Die Fahrt da hin dauerte natürlich länger als meine Strecken, die ich sonst brauche, um an den Strand zukommen. Halb so wild. Irgendwann nach 4-5 Stunden in einem kleinen Örtchen direkt an der Elbe angekommen, ging es auch gleich los in Richtung Elbe. Das Programm: Picknick und große Pötte gucken. Ist schon beeindruckend, was da die Elbe rauf und runter fährt. Wer übrigens aktuell informiert sein möchte, wo sich welche Dampfer aufhalten, dem lege ich die App „MarineTraffic“ sehr zu Herzen. Kostet etwas über 5 Euro, aber das war es (mir) wert.

Elbe - Dampfer gucken

Elbe - Dampfer gucken

Lange Rede, kurzer Sinn. Am nächsten Tag stand St. Peter-Ording an oder wie die Insider liebevoll sagen – SPO. Erst dachte ich, dass ist die Abkürzung für eine Partei, aber mittlerweile habe ich mich auch daran gewöhnt.

Abendteuer Elbfähre

Die Elbfähre Glückstadt / Wischhafen braucht für eine Überfahrt ungefähr 25 min, was sehr schön ist. Das Problem sind in den Ferienzeiten die zum Teil mega langen Wartezeiten. Am Anreisetag wollten wir uns schon mal den Anleger anschauen. Das haben wir dann wegen der langen Schlange von Autos lieber sein lassen.

An unserem Tag der Überfahrt war es leer. Lag wohl daran, dass das noch sehr weit vor dem Frühstück war. Die Freude auf ein Nordsee Fischbrötchen ließ den Hunger jedenfalls noch auf sich warten.

Fähre Wischhafen - Glückstadt

Übrigens, zu Hochzeiten steht man gut und gerne seine 8 (ACHT!!!) Stunden in der Warteschlange, bis man auf die Fähre kommt. Das liegt aber nicht daran, dass die Fähren nicht in kurzen Abständen fahren. Es liegt einfach an dem zu hohes Verkehrsaufkommen.

Westerhever

Auf dem Weg nach SPO mussten wir noch einen Abstecher nach Westerhever machen. Ich glaube, das muss man gesehen haben. In diesem flachen Land ragt ein wunderschöner Leuchtturm mit jeweils einem Häuschen an der Seite in die Höhe. Und die Schafe, die dort grasen dürfen, denken bestimmt, sie sind schon im Himmel. Eine beeindruckende Landschaft.

Westerhever

Leider hatten wir nicht wirklich großartig Zeit eingeplant, da mein Fischbrötchen in SPO auf mich wartete und wir an den Strand wollten, bevor dieser übervölkert wird.

Strand von SPO

Absolut bequem, aber irgendwie kriege ich das mit meinem Umweltbewusstsein nicht auf die Reihe. Mit dem Auto kann man AUF den Strand fahren. Okay, der Strand ist so breit, da ist es ratsam, so weit wie möglich mit dem Auto ranzukommen. Komisch finde ich das trotzdem.

Strand von St. Peter-Ording

Obwohl wir so früh los sind, war es dem Parkplatz nach zu urteilen schon rappel voll – im Gegensatz zur Nordsee. Da fehlten doch schon paar Meter. Aber wir hatten Glück. St. Peter-Ording war gerade wieder drauf und dran, sich das verloren gegangene Wasser zurück zu holen – die Flut kam.

Was mir ganz persönlich aufgefallen ist, dass der Strandsand von SPO sich ganz anders anfühlt als der von meiner Ostsee. Der SPO-Sand ist sehr, sehr fein. Der Ostsee-Sand hingegen ist grober. Ich finde das sogar besser, weil Barfuss gehend gleichzeitig eine Fußmassage inklusive ist. Ich mag das.

Stand Up Paddling – SUP

Auf so einem Brett stand ich noch nie. Jetzt kommt das Aber und es sollte nur noch eine Sache von Minuten sein, bis sich das ändern sollte. Zum Glück hatten wir ein super geiles Wetter und eine t…..glatte See. Das machte meinen Einstieg in diese Art des Paddelns um ein Vielfaches leichter. Nach einer kurzen Einweisung stand ich nun auf dem Brett, die für viele die Welt bedeutet.

Eigenlob stinkt, sagt man, jedenfalls konnte ich mich die ganze Zeit oberhalb der Wasserkante aufhalten und mich sogar auf diesem Brett ganz gut fortbewegen. Unterm Strich würde ich sagen, dass hat wirklich Spaß gemacht und ich würde es sogar noch mal machen. Aber so richtig begeistern kann ich mich nicht dafür. Da bevorzuge ich doch lieber „normales“ Paddeln.

St. Peter-Ording - Stand Up Paddeln

Nach einigen Stunden Sonnenbad und unendlichen Weiten, kommt man sich fast so vor wie in der Wüste (ich war da schon mal). Ist schon gigantisch. Und bevor sich alle gleichzeitig vom Strand auf nach Hause machen, fuhren wir nach Glückstadt, wo die Elbfähre ablegt und machten dort noch einen kleinen Rundgang. Etwas fußlahm, fuhren wir dann zum Anleger und dieses Mal hatten wir nicht ganz so viel Glück wie am Morgen. Aber nach einer knappen halben Stunde waren wir auf der Fähre.

Es ist immer ein Vorteil, mit Einheimischen zu reisen. So war es mir möglich, die Überfahrt auf der Brücke zu verbringen und mit der Besatzung zu schnacken. Das war schon cool. Drüben angekommen ging es dann ohne Umwege zurück ins beschauliche Elb-Örtchen. So richtig alt sind wir an diesem Tag nicht mehr geworden, denn es war anstrengend und sehr schön.

Fazit

Am nächsten Morgen sind wir dann wieder zurück an die Ostseeküste gefahren. Obwohl landschaftlich SPO wirklich sehr, sehr schön ist, hat mich diese riesige Weite etwas erschlagen. Vielleicht bin ich ja verwöhnt, weil ich knappe 10 min. brauche um am Strand sein zu können. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass unsere Strände deutlich schmaler sind und man nicht fast 30 min braucht, um von den Dünen ans Wasser zu kommen. Bei uns wirkt das übersichtlicher und teilweise durch unsere Steilküsten naturbelassener. Dennoch ist es schön, dass es beides gibt. Darauf ein happy #küstenjointventure.

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