Greifswalder Wieck

Holzklappbrücke Wieck

Normalerweise, wenn man mal ein paar Tage frei hat, sucht man das Weite. Und zu dieser Jahreszeit wahrscheinlich irgendetwas wo es deutlich wärmer ist. Normalerweise… Ich bevorzuge es dann doch lieber, unsere Küste abzufahren. Obwohl man hier gefühlt überall schon war, ist es jedes Mal anders schön. Die Greifswalder Wieck hatte es mir in dieser Woche besonders angetan.

Wiecker Klappbrücke

Schon vom Weiten, wenn man in das ehemalige Fischerdorf Wieck herein kommt, sieht man das 130 Jahre alte Wahrzeichen – die Klappbrücke. Diese führt für Fußgänger und Anwohner mit Auto über den Fluss namens Ryck, der wiederum in die Dänische Wieck mündet. Ein AIDA Dampfer passt da zwar nicht durch, aber für die Traditionssegler reichen die 10,7 m Durchfahrtshöhe wohl aus.

Fluss "Ryck"
Fluss „Ryck“

Wiecker Hafen

Im Sommer ist der Hafen wahrscheinlich mehr als voll mit Seglern, die von überall herkommen. Aber da der Hafen auch heute noch ein Fischereihafen ist, lagen wenigstens ein paar Fischerbotte am Kai.

Fischerboote Greifswalder Wieck
Fischerboote Greifswalder Wieck

Etwas weiter in Richtung Bodden liegt das Segelschulschiff Greif. Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass ich in meiner Kindheit ein Poster von diesem Schonerbrigg hatte. Zu DDR-Zeiten hieß der Segler Wilhelm Pieck.

Segelschulschiff "Greif"
Segelschulschiff „Greif“

Und natürlich darf in einem Hafen Emma nicht fehlen. Aber was sage ich – Emmas. Mir kam es vor, als wenn alle dort gerade Urlaub machten und sich wohlernährt sonnten.

Fischerfest Gaffelrigg

Die meisten von uns kennen sicherlich das größte maritime Volksfest an der Ostseeküste – die HanseSail in Rostock und Warnemünde. Das zweitgrößte maritime Event findet aber genau hier statt und zwar jedes Jahr am dritten Juliwochenende – das Fischerfest Gaffelrigg. Übrigens gibt es diese Art der maritimen Volksfeste fast an der gesamten Ostseeküste, aber auch an einigen größeren Binnenseen.

Sperrwerk von Wieck

Ende des 18. Jahrhundert wurde Wieck fast vollständig durch ein Hochwasser (2,64 m ü NN) zerstört und statistisch gesehen, könnte das alle 100 Jahre passieren. Die Lage und Starkwinde aus nördlicher Richtung begünstigen diese Gefahr. Daraufhin wurde eine 923 m lange Deichanlage und ein Hochwassersperrwerk gebaut – Fertigstellung war 2016.

Sturmflutschutzanlage Wieck
Sturmflutschutzanlage Wieck

 Am Hafenamt, rechts neben der Eingangstür, ist eine Markierung angebracht, die den höchsten Wasserstand von damals zeigt.

Hafenamt Wieck
Hafenamt Wieck

Wiecker Mole

Nachdem man das Sperrwerk dwars gelassen hat, geht man schnurstracks auf die Mole zu. Noch kurz davor befinden sich Skulpturen – drei Holzköpfe. Ich habe ja schon so manche Holzköpfe kennen gelernt – diese fand ich aber ganz witzig.

Holzköpfe vor der Wiecker Mole
Holzköpfe vor der Wiecker Mole 

Und wenn ich hier von Mole schreibe, dann bitte nicht mit Warnemünde vergleichen. Diese hier fällt etwas bescheidener aus, was aber überhaupt nichts macht. Denn der unverbaute Blick auf den Bodden in Richtung Loissin ist einfach nur traumhaft.

Mole mit Blick auf die Greifswalder Wieck
Mole mit Blick auf die Greifswalder Wieck
Boddenblick in Richtung Loissin
Boddenblick in Richtung Loissin
Boddenblick Greifswalder Wieck
Boddenblick Greifswalder Wieck

Fazit

Für mich steht fest, dass ich zur warmen Jahreszeit wieder herkommen muss. Und dann am besten gleich zum Fischerfest. Dann wird bestimmt der Hafen voll mit schönen Traditionsseglern sein und ich kann wieder ein paar Fotos für mein Instagram Account machen.

Außerdem haben dann alle Restaurants und Fischbuden auf. So muss ich dann nicht wie gerade auf einen Italiener ausweichen. Obwohl der richtig, richtig lecker war und freundlich noch dazu. Also doch alles richtig gemacht 🙂

Bis Bald Wieck

 

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