Über unserer Ostseeküste

Darsser Ort

Ich habe keine Ahnung wie oft ich schon an unserer Ostseeküste unterwegs war. Das ist wie so eine nicht enden wollende Serie. Man kennt ja mittlerweile auch die Hauptdarsteller (Emma), die Umgebung, den Strand und das Meer. Es ist nicht wirklich neu, aber trotzdem ist es immer wieder anders.

DER MOTORSEGLER

Manchmal muss und sollte man einfach mal den Blickwinkel ändern, um wirklich Neues entdecken zu können. Gesagt, getan. Ich hatte die einmalige Chance „mein“ Arial einmal von oben zu entdecken. In einem Motorsegler, der gefühlt etwas weniger Platz bot als ein alter Trabbi, hob ich ab in die Lüfte.

Das Wetter meinte es gut mit mir, obwohl es für’s Fotografieren etwas zu diesig war. Egal, dachte ich mir. Aber als ich dann mitbekam, das knipsen da oben im angeschnallten Zustand irgendwie doof ist und einige Turbulenzen dafür sorgten, als würde man mit einem Trecker über den Acker fahren, konnte ich nur noch im Blindflug Bilder schiessen.

DARSSER ORT

Irgendwie ist das wie auf dem Wasser, man muss auch da oben „seefest“ sein. Und am besten hilft Ablenkung. Also konzentrierte ich mich voll und ganz auf die wunderschöne Küste. Als erstes überflogen wir Markgrafenheide. Das ist ja sozusagen mein Hauptstrand. Dann ging es weiter über Graal-Müritz in Richtung Fischland-Darß: Dierhagen, Wustrow und Ahrenshoop. Meine alte Seefahrtsschule mit den tausend schönen Erinnerungen von oben zu sehen, tut eigentlich nur weh. Sie zerfällt weiter vor sich hin…

Das eigentliche Highlight des Fluges war die Runde über Teile des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft: der Darßer Ort. Wenn da jetzt noch eine Palme gestanden hätte, ginge das glatt als Karibik durch.

WARNEMÜNDE

Nach diesem Augen-Orgasmus drehten wir ab und flogen parallel zur Küste über’s Land nach Warnemünde. Hier fiel es mir besonders auf, wie klein das alles von da oben ist. Lego lässt grüßen. Der Überseehafen mit nur einer Handvoll Schiffen. Wahnsinn – zu meiner Zeit lagen die Handelsschiffe in jedem Becken zu dritt im Päckchen. Da war noch was los.

Wie breit doch der Strand von Warnemünde ist, im Gegensatz zu meinem Hauptstrand in Markgrafenheide. Und wie die Strandkörbe formatiert sind. Das sieht aus wie bei Clash of Clans mit ihren Armeen. Ich fand das ziemlich lustig.

Was mir auch nicht wirklich so bewusst war, ist diese kleine wunderschöne Insel auf der Wendeplatte. Ob man da wohl ein Picknick machen kann? Wahrscheinlich nicht und das ist auch gut so, sonst ist bald vor bei mit schöner grüner Oase.

Bild 26 - Warnemünde Wendeplatte
Wendeplatte Überseehafen Rostock-Warnemünde

FAZIT

Tja, nach Warnemünde ging es dann auch schon wieder zurück zum Flugplatz Purkshof und ratzifatzi waren knapp 1,5 Stunden vorbei. Sollte ich nochmal in die Verlegenheit kommen, mitfliegen zu dürfen, dann muss ich mir jedenfalls etwas bezgl. fotografieren einfallen lassen. Und ein anderes Objektiv wäre dann auch nicht schlecht. Bis dahin ergötze ich mich aber an den Fotos, die ich habe.

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