Picknick am Tonnenhof

Überseehafen Rostock

Abends, kurz bevor die Sonne unvermeidlich in die Ostsee eintaucht, ist ein kleines Picknick mit Pizza vom Mittag und gekühltem Bier vielleicht nicht ganz so romantisch, macht aber Spaß. Zumal auf der gegenüberliegenden Seite von Warnemünde – also Höhe Düne – in Richtung Tonnenhof es wunderbar leer war.

WARNEMÜNDE – DAS KREUZFAHRTPARADIES

Wenn man zu spät während der Hochsaison in Warnemünde ist, sind die meisten Kreuzfahrtschiffe bereits wieder auf hoher See. Meist legen diese gegen 18/19 Uhr ab. Ein Dampfer von dreien war aber noch da, die Norwegian Getaway.

Passagierkai Warnemünde - MS Norwegian Getaway
Passagierkai Warnemünde – MS Norwegian Getaway

Immer wenn ich diese riesen Pötte sehe frage ich mich, ob ich da mal mitfahren wollen würde. Seefahrt kenne ich nur mit Handelsschiffen. Diese schwimmenden Hotels sind mir etwas suspekt. Ich stelle mir dazu immer einen mega vollen Strand vor. Ich weiß nicht, ob ich das gut finden soll. Das ist eigentlich auch nicht wichtig. Da dieser Reisetourismus schon über Jahre boomt, mache ich wohl etwas falsch 😉

FÄHREN UND FÄHREN

Egal, schön anzuschauen sind die Dinger auf alle Fälle. Und eine Nummer kleiner, also die Fähren mag ich schon ein Tick mehr. Damit mal fix rüber nach Gedser, das hat was. Die pendeln ja den ganzen Tag hin und her und das sieht einfach immer cool aus.

MS Skåne - Stena Line
MS Skåne – Stena Line

Noch viiiiiiiil öfter als die Dänemark- und Schweden Fähren fahren natürlich die Fähren zwischen Warnemünde und Hohe Düne. Damit setze ich regelmäßig über. Wenigstens ein bisschen Fahrtwind um die Nase wehen lassen.

Fähre MS Warnemünde
Fähre MS Warnemünde

AN-UND ABFAHRTEN DER KREUZFAHRTSCHIFFE

Wer das Ein- oder Auslaufen der Kreuzfahrtschiffe nicht verpassen und zusätzliche Infos haben möchte, klicke auf die Seite von rostock.de. Da habt ihr alles auf einem Blick. Wenn dann drei oder sogar vier dieser Megariesen in Warnemünde liegen, dann macht Warnemünde erst so „richtig Spaß“. Bei gutem Wetter und Ferienzeit ist das eh schon voll. Ein paar tausend Besucher mehr und du lässt dich nur noch über den Alten Strom schieben.

Und so wie die kleinen Boutiquen und Fischimbiss-Kutter einen Umsatzhoch verbuchen, so geht es den Discountern am Kirchplatz von Warnemünde. Denn dort fliegen die Besatzungsmitglieder ein und kaufen vor allem die Regale mit Schokolade leer. So billig wie hier kriegen die meist aus Asien stammenden Seefahrer das nirgendwo. Dazu sagt man wohl win-win.

FAZIT

Da ich Warnemünde nicht jeden Tag erlebe – warum eigentlich nicht 😉  – komme ich mit den Massentourismus ganz gut zurecht. Bleibt die Frage, wie viel Warnemünde davon noch erträgt. Das ehemalige Fischerdörfchen von einst hat sich in den letzten 25 Jahren ziemlich gewandelt. Noch ist der gewisse Charme da, aber wenn weitere schöne Kneipen wie der Seehund ein auf Schickimicki machen, löst sich dieser wohl in Luft auf…

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