Exotische Gewürze aus Hamburg

Exotische Gewuerze aus Hamburg

Ein Nachteil fehlender interkultureller Mitmenschen ist das sehr überschaubare Angebot an exotischen Zutaten für den heimischen Kochtopf. Alles nicht so schlimm. Denn da gibt es ein sehr bequemes MV Ticket und einen guten Freund (ehemaliger Hamburger), der auch seinen Vorrat an exotischen Gewürzen auffüllen wollte. Ich dachte mir, wenn ich schon mal in Hamburg bin, muss ich unbedingt in Richtung St. Pauli Landungsbrücken. Ansonsten hätte ich das Gefühl, etwas verpasst zu haben.

Der Start in Rostock war etwas holprig. Denn beinahe wäre der Ausflug durch das Erliegen des Rostocker S-Bahn-Verkehrs ausgefallen. In sprichwörtlich letzter Minute hatte dann doch noch alles geklappt. Das Wetter meinte es ebenfalls gut mit uns, Regenwahrscheinlichkeit von 70 % – erst ab 16 Uhr. Aber nun hieß es erst einmal rund 2,5 Stunden Fahrt zu überstehen. Wenn man sich viel zu erzählen weiß, ist auch das kein Problem.

MEHTAB – DAS GEWÜRZPARADIES

In Hamburg auf dem Hbf angekommen, „musste“ ich erst einmal ein Original – ein Franzbrötchen essen. Was soll ich sagen, so ganz frisch kam das Ding nicht mehr rüber. Lag wohl an der fortgeschrittenen Tageszeit und außerdem muss man ja nicht gleich alles lieben. Jedenfalls gleich eine Straßenecke weiter, war auch schon das Geschäft mit den exotischen Gerüchen: Das Mehtab. Gar nicht riesig groß, dafür voll mit duftenden indischen Lebensmitteln und im Gegensatz zum Chinesen 20 Meter weiter, viel Kundschaft.

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Meine Beute aus dem Mehtab 😉

Für den Hausgebrauch – siehe Bild – sollte das wieder eine Weile reichen. Was ich noch nicht wirklich kannte, war der Einsatz von grünen Kardamom in Kaffee oder auch Tee. Die Verwandtschaft zu Ingwer ist nicht abzustreiten und in dezenter Dosierung für meine Geschmacksnerven eine wahre Freude.

ST. PAULI ELBTUNNEL

Wer hätte es (als Nicht-Hamburger) gedacht, Elbtunnel ist nicht gleich Elbtunnel. Da gibt’s halt den einen, der immer mit Autos und LKW verstopft ist und dann gibt es den, wo man mit dem Aufzug über 20 Meter runter fährt und dann zu Fuß von den St. Pauli Landungsbrücken 426 Meter unter der Elbe nach Steinwerder rüber geht.

So richtig viel zu sehen gab es auf der anderen Seite nicht, da es gefühlt nur eine große Baustelle und viele Wolken gab. Egal. Einmal hin und einmal zurück und beim nächsten Mal sollte aber bitte die Sonne scheinen, damit ich ein paar schöne Aufnahmen in Richtung Landungsbrücken machen kann.

Die Speicherstadt

Das nächste Ziel hieß Speicherstadt. Mein alter Bekannter hatte dort, als damals noch reger Handel getrieben wurde, eine Lehre absolviert. Mit leuchtenden Augen erzählte er mir von seinen Erlebnissen, als wäre es gestern gewesen. Die Gebäude sind wirklich sehr imposant. Eigentlich sehr schade, dass dort keine Waren mehr umgeschlagen werden. Der Globalisierung sei Dank 🙁

Speicherstadt
Traditionsunternehmen Hälssen & Lyon

Nach knapp 12 Kilometern Sightseeing waren die Füße etwas rund und die Sehnsucht groß, doch einen Zug früher als geplant nach Rostock zu fahren. Pünktlich am Hamburger Bahnhof angekommen und einen freien Sitz im Zug ergatternd, ging es auch schon los. Und siehe da, die Wetterprognose stimmte zu 100 Prozent. Wir fuhren aus dem Hamburger Bahnhof und es schüttete wie aus Kannen. Hamburg war wohl sehr traurig darüber, dass wir schon so früh nach Hause fuhren… Bald komme ich wieder. Dann wird das Wetter schöner und ich werde mich ein bisschen auf der Elbe und der Alster rumschippern lassen – versprochen 🙂

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