Fischbratküche Marienehe

Rostocker Fischmarkt 1500x450

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich als in Warnemünde geborener und zur See gefahrener Fischkopp, all die Jahre nicht wirklich Fan von Fischgerichten war? Nein? Dann habe ich das hiermit erledigt 😉  Da sich aber auch mein Essverhalten in den letzten Jahren eines stetigen Wandels unterzog, ist der Fisch mittlerweile zu meiner großen Gaumenfreude doch ab und zu auf meinem Teller in den unterschiedlichsten Ausführungen zu entdecken.

MEINE ERFAHRUNGEN MIT FISCH

Rückblickend habe ich nicht die besten Erinnerungen mit Fisch gemacht. Wenn der Karpfen bei uns in der Badewanne auf seinen letzten Gang wartete, hatte ich dafür nie Verständnis und auch keinen Hunger. Geangelt habe ich als Junge genau ein Mal (und danach auch nicht mehr). Einmal, während der Schulspeisung hätte mich beinahe eine Gräte um den Rest meines Lebens gebracht und auf meiner ersten Seereise als Lehrling habe ich meine Shrimps der wütenden Biscaya überlassen. Heute ist natürlich alles viel besser 🙂

DER GEHEIMTIPP

Man möchte eigentlich meinen, dass die Fischbratküche auf dem Rostocker Fischmarkt ein Geheimtipp ist. Dezente Abgeschiedenheit und mit öffentlichen Nahverkehr nicht sonderlich gut zu erreichen, befindet sich dieses maritim rustikale Restaurant direkt an der Warnow im Fischereihafen Marienehe. Und immer, wenn ich mal da bin ist die Bude rappelvoll. Wer dieses kühle norddeutsche Ambiente mag, der kommt wieder. Warum? Vor allem wegen dem Fisch aus der Ostsee und der Müritzregion. Und vielleicht auch wegen der originalen Fassbrause 😉

DIE F(R)ISCHE

Bratteller Marienehe Ausschnitt
Bratteller Marienehe Ausschnitt

Fischers Fritze fischte frische Fische… Diesen Zungenbrecher kennen die meisten von uns bestimmt noch. Die Frische in der Fischbratküche ist wohl nur noch durch selbst angeln und sofort zubereiten zu überbieten. Ein Muss, jedenfalls für mich, ist vorneweg eine Fischsuppe und dann je nach Saison oder Angebot. Aber für mich bitte nur gebraten, gegrillt oder geräuchert. Gekocht geht gar nicht. Zu sehr haben sich die Erinnerungen an Seafood und Biscaya eingebrannt. Die am meisten angebotene Sättigungsbeilage sind natürlich die leckeren Bratkartoffeln. Die gehören immer auf meinen Teller und auch vernünftig Beilage.

Die Speisekarte ist natürlich viel umfangreicher, als ich das gerade hier vorstelle. Das sind ja nur meine Favoriten. Und die werden bei jedem anders aussehen. Auf alle Fälle empfehle ich jeden aus unserer Region, wenn er dann schon mal Essen geht, dann einfach mal die Fischbratküche auszuprobieren. Und für alle Urlauber sollte das ein fester Termin werden. Denn wer glaubt, das Fischbrötchen am Alten Strom in Warnemünde ist das Nonplusultra, der kann sich selbst von diesem Unterschied überzeugen.

Na dann guten Hunger und klar machen zum Backen und Banken* 🙂

* Backen und Banken bedeutet in der traditionellen Seemannssprache soviel wie „Essen ist da“, „Buffet ist eröffnet“ oder einfach nur „Essen ist fertig. Ihr könnt jetzt kommen“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.